Gott ist Brasilianer (?)
"Deus é
Brasileiro" - ohne jeden Zweifel (sagt man in Brasilien). Gott muss Brasilianer sein.
Wie sonst hätte er mit so viel Liebe und Hingabe ein Land geschaffen, wo die Natur auf
jedem Schritt und Tritt üppiger, kräftiger und schöner als anderswo gedeiht? Brasiliens
Geographie ist eine Ansammlung von Superlativen: die längste Sandküste, der grösste
Fluss, der dichteste Dschungel, die mächtigsten Wasserfälle, die grössten
Grossstädte,
die weitesten Ebenen...
Brasilien wurde von der göttlichen Schöpfung reich beschenkt: Tiere und Pflanzen
aller Gattungen, eine Artenvielfalt, wie sie sonst nirgendwo anzutreffen ist. Aber, was
wäre dieses Paradies ohne schöne Frauen? Gemessen an dieser Schöpfung muss Gott
Perfektionist sein, sei es mit der "Mulatas" des Karnevals, mit der Afrikanerin
aus Salvador, mit der Blondinen des Südens und klar mit der "Morenas" des
ganzen Landes.
Wer sich einmal die Zeit nimmt, Brasilien abseits von vorgefertigten Klischees und
Massentourismus näher kennen zu lernen, wird recht bald den tieferen Sinn dieses
Sprichwortes erleben.
Nicht nur in seinen freundlichen, liebenswerten Menschen, in den unendlichen Weiten und
schier unermesslichen Bodenschätzen wird dieser Ausspruch ganz offensichtlich bestätigt.
Brasilien verfügt über ein enormes Potential an Bodenschätzen aller Art.
Nach unserer Meinung ist Gott allerdings wirklich Brasilianer, wenn man an die offene
und lebensfrohe eigenständige brasilianische Wesensart denkt, sei er/sie reich oder arm.
Brasilien kennen lernen bleibt überhaupt nicht nur an den Stränden und Naturschönheiten,
sondern in der Einfachheit des Alltags seines Volkes, was für die Pauschaltouristen
schwierig ist.
Gott hätte vieles zu sagen über die Art, wie mit seiner Schöpfung umgegangen wird.
Über die Gegensätze von arm und reich, über die
Gewalt, über den Umgang mit der Umwelt, über die
Gleichgültigkeit der Menschen. Aber Gott hat auch Geduld. Veränderungen brauchen
Zeit!