Manaus: Die Urwaldmetropole
Unten Belém und Macapá
Manaus, die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, zählt heute
ca. 1,7 Mio. Einwohner. Ab 1870 kam der grosse Reichtum durch den Naturkautschuk, der
für die ersten europäischen Siedler noch ohne grossen Wert gewesen war. Nachdem
John
Boyd Dunlop 1888 den luftgefüllten Gummireifen erfunden hatte, wurde Kautschuk
unentbehrlich.
Hevea brasiliensis, so der wissenschaftliche Name des
Gummibaumes, wuchs zu jener Zeit ausschliesslich in den Urwäldern Amazoniens. Damit hatte
Brasilien ein Monopol und konnte den Preis auf dem Weltmarkt diktieren. Nach Zucker,
Kaffee und Gold erlebte das Land einen Kautschukboom.
Manaus entwickelt sich heute allmählich zum Technologiepool, da immer mehr
bedeutende Multinationale eine Filiale in der Zona
Franca de Manaus - eine steuerfreie Zone - haben.
Bis heute findet man den Reichtum Manaus im weltberühmten Opernhaus.
Das Teatro Amazonas wurde nach 12 Jahren Bauzeit 1896 eingeweiht und bietet
heute Platz für 700 Zuschauer. Die kostbare Innenausstattung wurde aus Europa
importiert, z.B. das gusseiserne Treppenhaus aus England und Italien, die
Kristallleuchter aus Murano oder die Marmorportale aus Verona. Noch zu besuchen
sind die Catedral Metropolitana und die Cais
do Porto Flutuante.
Homepage Manaus
Homepage
Amazônia
Amazônia-Schutz:
Regierungsprogramm SIVAM.
Tourismus-Informationen
Temperatur: Immer heiss und sehr feucht (von 22 bis
34 °C und oft regnerisch).
Besuchenswert in der Umgebung ist auch:
Hotel Ariau: Ein wunderbares
Hotel innerhalb des Regenwaldes. Pure Adventure mit Bequemlichkeit.

Hotel Ariau.

Nationalpark Amazônia.
Belém: Das Tor zu Amazonien
Unten Macapá
Belém, die Hauptstadt des Bundesstaates Pará, ist mit mehr als
1,4 Mill. Einwohnern
das zweitgrösste wirtschaftliche Zentrum Amazoniens
nach Manaus. Die Stadt liegt am Rande des breit
gefächerten Amazonas-Deltas, jedoch keineswegs direkt an einem
Mündungsarm des Amazonas.
Die Stadt wurde 1616 gegründet und war der erste strategisch wichtige Stützpunkt der
Portugiesen in Amazonien, das sie hier mit einer Festung gegen die Ansprüche der
Franzosen und Niederländer schützten. Belém ist keine ausgesprochene Touristenstadt.
Allerdings war die Stadt für zahlreiche Expeditionen das Tor zu Amazonien, und sie bietet
sich auch heute noch als entsprechender Ausgangspunkt an.
Beispiele sind die Ilha do Mosqueteiro und die
Ilha de Marajó
(Insel), die im Mündungsdelta des Amazonas liegt und mit ca. 50 000 km² grösser als die
Schweiz ist, wird aber nur von ca. 250'000 Menschen bewohnt. Die 200'000 Einwohner zählende,
sympathische Stadt Santarém bietet zwar selbst keine besonderen Sehenswürdigkeiten,
ist mit ihren akzeptablen Hotels aber ein guter Ausgangspunkt. Auch hier
lässt sich das Schauspiel des Zusammentreffens verschiedenfarbiger
Wasserströme beobachten, die sich nur langsam mischen und fliessen also über
viele Kilometer farblich getrennt nebeneinander her.
Frühaufsteher sollten einen Rundgang durch die Stadt mit dem berühmten Mercado
Ver-o-Peso am alten Hafen beginnen (4-12 Uhr), dem ältesten und
traditionsreichsten Markt Amazoniens. Der Name dieses Marktes, "sieh nach
dem Gewicht", geht auf die portugiesische Kolonialzeit zurück, in der
die an dieser Stelle umgeschlagenen Waren erstmals nach ihrem Gewicht
besteuert wurden. Man kann den Namen aber auch ganz aktuell deuten!
Das von einem
Schweizer gegründete Museu Emilio Goeldi
sollte man nicht versäumen. Belém partizipierte gleichfalls
am Kautschukboom und konnte bereits 1878 das Teatro da Paz (Friedenstheater)
bauen, das dem späteren Amazonas-Theater in Manaus in Prunk und Ausstattung in
nichts nachsteht. Der Stadtpark Bosque Rodrigo Alves ist ein Stück nativen
Urwalds im Herzen von Belém. Besuchenswert in der Innenstadt sind noch die
Paläste Antônio Lemos und Lauro Sodré.
Homepage Beléms
Temperatur: Immer heiss und sehr feucht (zwischen
22 und 34°C).
Macapá: Die Stadt am Äquator