Brasilien von A bis Z
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D E F
G H I
J K L M
N O P
Q R S T U V W
X Y Z
A
Apotheken
Die Apotheken heissen in Brasilien "Farmácia" oder
"Drogaria" und sind meistens einem Supermarkt sehr ähnlich. Die meisten
Apotheken sind von 8 bis 21 Uhr geöffnet und viele haben einen 24-Stunden-Service, inkl.
per Telefon.
Auto / Rent a Car
Um ein Auto zu mieten, braucht man den internationalen Führerschein. 25%
Selbstbeteiligung plus Bezahlung von 30 Tagen Gewinnausfall im Falle eines Diebstahls sind
in Brasilien üblich. Unfallschäden schliesst die Versicherung allerdings ein. Bei
Anmietung eines Autos ist eine internationale Kreditkarte erforderlich. Alle mittleren und
grösseren Städte haben Vertretungen internationaler Autoverleihe wie Avis,
Hertz oder nationaler Gesellschaften wie z.B. die bekannten Localiza und Unidas. Bei vielen
Autoverleihe braucht man viel Geduld, weil die MitarbeiterInnen gar kein Englisch können.
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B
Banken
Banken sind in Brasilien reichlich vorhanden und normalerweise Mo-Fr von 10-16
und in kleinen Städten von 9-12 Uhr geöffnet. Man sollte sich nicht von den langen
Schlangen vor Öffnung der Banken schrecken lassen; es gibt häufig Sonderschalter für Geldwechsel/Scheckeinlösung
mit dem Hinweis "câmbio". Am besten tauscht man Dollarnoten und
US-Dollar-Traveller-Cheques. Euro und Schweizer Franken u.a. kann man aber bei
Banco
do Brasil in den grössten Städten wechseln. Den Reisepass muss man immer
mitbringen. Bei Banco do Brasil, Citibank, HSBC etc. kann man Geld mit
gewissen Kreditkarten bei den automatischen Geldzellen abheben.
Bei Reisebüros kann man, in
den grössten Städten, Geld wechseln, aber da nur Dollarnoten. Die gängigsten
Kreditkarten in Brasilien sind die VISA und Mastercard. EC-Karten werden
in der Regel bei automatischen Geldzellen
und in vielen Geschäften akzeptiert.
Bildungswesen
s.
Brasilien im Detail.
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C
Camping
In Brasilien sind Zelten oder Campen bei weitem nicht so verbreitet wie in
Europa oder Nordamerika. Die Campingplätze liegen meist relativ weit ausserhalb der
Städte, dafür aber vor allen Dingen an der Küste oft malerisch und ruhig.
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D
Devisen
s. Währung.
Diplomatische und konsularische Vertretungen
In brasilianischen Grossstädten findet man viele
diplomatische und konsularische Vertretungen. Eine Liste von der diplomatischen und
konsularischen Vertretungen in Brasilien kann man unter www.mre.gov.br
finden. Für brasilianische diplomatischen und
konsularischen Vertretungen in der Schweiz unter anderem wenden Sie sich an
Ciga Brasil.
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E
Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen
Man benötigt für die Einreise einen Pass, der noch mindestens 6 Monate gültig
ist. Ein Rückreiseticket und ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt werden erwartet.
Touristen dürfen sich bis zu 3 Monaten im Land aufhalten, aber keine bezahlte Arbeit
annehmen. Eine Aufenthaltsverlängerung ist gegen Zahlung einer geringen
Gebühr möglich. Sie muss bei der "Polícia Federal" beantragt werden. Will man
länger als 6 Monate bleiben, muss man in eines der Nachbarländer aus- und nach
mindestens einem Tag wieder einreisen.
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F
Fotografieren
Filme der Marken Kodak und Fuji und andere gibt es auch in Brasilien zu kaufen,
allerdings sind sie verhältnismässig etwas teurer als zu Hause. Eine Filmentwicklung in Brasilien ist
unproblematisch, aber ebenso etwas teurer. Man sollte eventuell daran denken, die Kameras
möglichst vor Feuchtigkeit, Staub, Sand und Strassenkindern zu schützen.
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G
Geldwechsel und Kreditkarten
s. Banken.
Geschäftszeiten
Die meisten Geschäfte haben werktags von 9-18:30 Uhr, samstags von 9-13 Uhr
geöffnet. Viele Geschäfte in kleinen Städten haben von 12 bis 14 Uhr geschlossen,
dagegen öffnen Bäckereien und Metzgereien oft schon
vor 7 Uhr morgens. In Shopping Centers und auch in vielen Supermärkten
kann man bis 22 Uhr einkaufen. Einige grössere Supermärkte haben auch einen 24-Std.-Service.
In Büros sowie Behörden erreicht man die Angestellten in der Regel
Mo-Fr von 9-17 Uhr. Die meisten Shopping- Centers sind ein Luxusparadies,
besonders in Städten wie
São Paulo und
Belo
Horizonte, was traurig und bedauerlich für das Land ist, da sie Seite an Seite mit
Elendsvierteln existieren.
Abgesehen von Shopping Centers, grössere Supermärkte und Geschäfte sind die
automatischen Maschinen beispielsweise für Kaffee, Getränke und Snacks nicht üblich in
Brasilien. Und dies weil die Arbeitslosigkeit hierzulande zu hoch ist. Sie kommen trotzdem
allmählich zum Alltagsleben der Bevölkerung.
Gesundheitliche Vorsorge
Leitungswasser sollte man lieber nicht trinken. Mässig essen, gut salzen und
viel trinken (ca. 3 Liter am Tag). Unterwegs keine Mayonnaise, Tartar, zu sich
nehmen. Grüner Salat kann in den Tropen gefährlich werden. Das bedeutet überhaupt
nicht, dass wir keinen grünen Salat essen können, sondern vorsichtig sein.
Selbstverständlich die "sauberen verpackten Salate" sind auch in Brasilien zu
finden; sie sind aber verhältnismässig zu teuer. Kein bereits
geschältes Obst am Basar kaufen, immer selbst schälen. Am liebsten sollte man im
Supermarkt einkaufen. Viel Händewaschen, häufig duschen.
Die Intensität der tropischen Sonneneinstrahlung sollte man nicht
unterschätzen. Die Anschriften von deutsch- und englischsprachigen Ärzten
kann man notfalls über die Konsulate bekommen. Man sollte sich vergegenwärtigen, dass es
auch in Brasilien gute Ärzte und Krankenhäuser gibt. Die wichtigsten Universitäten
verfügen über eine sehr gute Forschungsqualität ("medical excellence",
Biotechnologie,
Informatik, Gen-Technologie), obwohl sie gar kein Geld bekommen und nicht auf
den ersten Seiten der europäischen Zeitungen erscheinen.
Brasiliens Aids-Programm gilt als
vorbildlich. Prävention wird seit Jahren im grossen Stil betrieben, und
Aidskranke werden vom Staat gratis mit den notwendigen, kostspieligen
Medikamenten und Serviceleistungen versorgt. Das Land verfolgt seit den
neunziger Jahren ein vielfach gelobtes Aids-Präventions- und
–Versorgungsprogramm. Der Staat setzt sich massiv für den Gebrauch von
Kondomen ein. Seit 1996 ist die Gratisabgabe gesetzlich als Patientenrecht
verankert. Brasilien produziert für sein Aids-Programm schon seit Jahren
Generika in grossem Umfang; für jene Medikamente, die von den internationalen
Pharmafirmen vor 1997 patentiert worden sind, besteht in Brasilien kein
Patentschutz. Lediglich die Patente für Aids-Medikamente, die danach
kommerzialisiert worden sind, sind auch für Brasilien bindend, was das ganze
Programm jedoch gefährdet. Harte Preisverhandlungen mit den jeweiligen
Anbietern gehören deshalb zum jährlich wiederkehrenden Ritual.
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H
Handy
In Brasilien wird zum grössten Teil das Handy-Netz im 1900 Bereich
(analog USA) betrieben. Nach unserem Wissen besteht seit
2002 ein Roaming-Abkommen zwischen
Swisscom, Orange und Brasilien.
Allmählich gewinnt das europäische System an Terrain. Informieren Sie sich bei
Ihrem Telefonanbieter vor der Abreise.
Hotels
s. Unterkunft.
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I
Impfungen
Brasilien verlangt keine Impfnachweise. Empfehlenswert sind dennoch
Tetanus-Impfung und eine Gammaglobulin-Injektion zur Stärkung der körpereigenen
Abwehrkräfte gegen Hepatitis. Bei Reisen in das
Amazonasgebiet
und das
Pantanal sind Malaria-Prophylaxe und
Gelbfieber-Impfung dringend anzuraten.
Internet
Auch Brasilien ist mit einer unübersehbaren Fülle von URLs im Internet
vertreten. Viele Angebote sind aber nur auf portugiesisch verfügbar.
ISDN, ADSL und weitere Technologien sind auch in Brasilien keine Fremdwörter, was
Internet anbelangt. Siehe auch Links.
- EMBRATEL: Service der
Telefongesellschaft (auch auf Englisch).
- EMBRATUR: Informationen der
staatlichen brasilianischen Fremdenverkehrsbehörde (auch auf Englisch).
- Hotels in
Brasilien: Auf Englisch, Portugiesisch und Spanisch.
- Amazônia:
Official site auf Englisch und Portugiesisch.
- Schwulen-
und Lesben-Organisationen in Brasilien: Auf Portugiesisch.
- IBGE: Informationen des staatlichen IBGE
über Statistiken und Landkarten zu Brasilien (auch auf Englisch).
-
EMBRAPA:
Sehen Sie Brasilien aus dem All (Portugiesisch).
- INPE: Informationen des brasilianischen
Weltraumforschungs-Instituts INPE, u.a. Satellitenbilder von Amazonien (auch auf Englisch
und Spanisch).
- ESTADO DE MINAS: Zeitung
"Estado de Minas" in Belo Horizonte.
- O ESTADO DE S. PAULO: Zeitung "O
Estado de São Paulo".
- O GLOBO: Zeitung "O Globo" in
Rio de Janeiro.
- Rede Globo:
Fernsehen
Brasiliens. "TV Globo".
- ISTOÉ: Zeitschrift Brasiliens.
"Isto É".
- UFMG: Informationen der Bundesuniversität
Minas Gerais in Belo Horizonte.
- USP: Informationen der Staatsuniversität São
Paulo.
- UNB: Informationen der Universität Brasília
im Federal Distrikt.
- UNICAMP: Informationen der
Staatsuniversität Campinas in São Paulo (general overview of the university in English).
Für weitere Universitäten, klicken Sie hier.
- UOL: Allgemeine Informationen, Spass,
Chat, Kultur, e-cards usw.
- ZAZ / TERRA: Allgemeine Informationen,
Spass, Chat, Kultur, e-cards usw.
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J
Jugendherbergen
Seit 1987 gibt es auch in Brasilien Jugendherbergen, die zumeist sauber und
empfehlenswert sind. Übernachten kann man dort mit einem brasilianischen oder einem
internationalen JH-Ausweis. Die Altersbeschränkung liegt bei 45 Jahren.
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K
Karten
Ausserhalb von
Rio und São Paulo ist es meist
schwer, aktuelle und genaue Karten und Stadtpläne zu bekommen. Einfache Stadtpläne sowie
eine aktuelle Autokarte des Landes enthält der jährlich neu aufgelegte Guia
Quatro Rodas. Der Reiseführer Brasilien mit Landeskunde von Siegfried
Schacht und Almute Heider (Mai's Weltführer; Nr. 24), enthält im Anhang einen kompletten
Reiseatlas Brasiliens mit eigenem Ortsregister.
Kleidung
Brasilien ist ein warmes Land. In Südbrasilien, aber auch schon in den
Bundesstaaten São Paulo und im Süden Minas Gerais, kann es im brasilianischen Winter
(Juni bis August) und manchmal am Ende des Herbsts (Mai) jedoch genug kühl, ja sogar
empfindlich kalt werden und zu Frost und Schneefall kommen. Siehe auch
Städte. Durch die mangelnde Isolierung der Häuser empfindet man
die Kälte noch stärker als in Deutschland, wo man eine Heizung hat. Auch die
Klimaanlagen in Hotels, Kaufhäusern u.a. sind oft sehr kühl eingestellt.
Brasilien ist, was die Kleidung anbetrifft, kein sehr formalistisches Land,
dagegen einer der grössten Mode-Exporteure der Welt. Mit normaler Freizeitkleidung liegt
man meistens richtig, aber Männer mit Bermudas geben sich in den
Innenstädten (Stadtzentrum) sofort als Touristen zu erkennen. Es sei denn, man will in
ein wirklich schickes Restaurant oder in eine Diskothek. Dann kann es schon sein, dass ein
Jackett erwartet wird!
Kriminalität
s. Sicherheit.
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N
Natel
s. Handy.
Naturparks
s.
Brasilien im Detail.
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O
Öffentlicher Verkehr
Die Stadtbusse, bei denen man in vielen Städten hinten ein-
und vorne aussteigt, sind günstig, aber häufig überfüllt in Rio und in São Paulo. Es
ist aber nicht schlimmer als in New York, Los Angeles, Tokyo, Moskau, Rom oder Paris
z. B. Dies passiert nicht häufig in den anderen Städten. Am besten erkundigt man sich
vorher nach dem Preis und hält das abgezählte Kleingeld schon beim Einstieg für den
Kassierer bereit. In Städten wie Belo Horizonte und Rio de
Janeiro kann man elektronische Busskarten bei offiziellen Stellen beziehen. Billetautomaten sind selten zu finden und dies insbesondere wegen der
sehr hohen Arbeitslosigkeit hierzulande. Das Endziel des Busses ist vorne angeschrieben,
will man aussteigen, zieht man an der Klingelschnur; in den modernen Bussen gibt es
Haltewunschknöpfe.
Auch für lange Strecken ist der Bus das gängige
Verkehrsmittel in Brasilien. Überlandbusse sind nicht allzu teuer, auf den Hauptstrecken
recht komfortabel und normalerweise auch pünktlich. Verbindungen gibt es zwischen allen
grösseren Städten und von der jeweiligen Stadt in alle kleinen Orte der Umgebung. Für
lange Strecken kann man zwischen drei verschiedenen Busskategorien auswählen:
"Convencional" (die günstigste Kategorie), "Executivo" und
"Leito" (die teuerste). Wer die Kategorie Leito
nimmt, mit drei komfortablen Liegesitzen pro Reihe, ausgerüstet mit
Klimaanlage, Decken, Kissen, Kaffeemaschine und Mineralwasser (dazu eventuell
noch ein kleiner Lunch) bezahlt den doppelten Preis. Die Kategorie Executivo
verfügt übrigens auch über klimatisierte Wagen. Kaffee und Mineralwasser
werden hier auch eventuell angeboten, wenn das Reiseziel zu weit ist.
Nur in Rio de Janeiro und in São Paulo gibt es ein nennenswertes
innerstädtisches Metronetz, dem auf jeden Fall der Vorzug vor den
Stadtbussen zu geben ist. Recife, Porto Alegre und Belo
Horizonte bieten auch ein Metronetz an.
Fliegen in Brasilien ist sehr teuer. Deshalb gibt es so genannten
Flugpässe der drei wichtigen nationalen Fluggesellschaften Varig und TAM,
die Sie aber schon in Europa bei einem Reisebüro kaufen müssen. Sie
berechtigen zu fünf beliebigen Inlandflügen innerhalb von 21 Tagen und kosten
ab 400 US$. Reiseziele und Daten müssen vorher allerdings festgelegt werden.
Fast jede wichtige Stadt hat einen grösseren modernen Flughafen mit den
dazugehörigen Dienstleistungen wie Autoverleih, Reservationsbüros usw.
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P
Politik
Brasilien ist heutzutage eine Demokratie mit Präsidialsystem und einer der
stärksten Meinungs- und Pressefreiheit und öffentliche Bereitschaft der Welt.
Die brasilianische Bundesverfassung sieht eine Menge von Menschen- und
Sozialrechte vor. Gemäss Bundesverfassung sind auch das Referendum (eine Art
Volksabstimmung) sowie das Plebiszit, das Initiative- und Petitionsrecht keine
fremden Wörter für das brasilianische politische System. Brasilien gilt als
viertgrösste Demokratie der Welt.
Post
Die Postämter Correios sind Mo-Fr von 8 bis 17 Uhr, samstags von
8-12 Uhr geöffnet und an einigen Flughäfen und Shopping Centers bis 21 Uhr. Briefe nach
Europa brauchen von grösseren Städten 5-7 Tage, aus abgelegenen Regionen oft 10 Tage,
wenn man das Wort "prioritário" auf die Karte schreibt. Im Gegenteil brauchen
sie generell bis 15 Tage (econômico).
Alle grösseren Postämter und Telefonämter haben Fax- und FS-Service.
Telefonieren kann man aber nur in Telefonämtern, z.B. Telefônica in São Paulo und
Telemar in Rio, Minas Gerais und Nordosten Brasiliens.
Die grösseren Postämter haben auch automatische Postzellen,
wo man Briefmarken mit Münzern kaufen kann. Correios Homepage.
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R
Reisezeit
Das Amazonasgebiet sollte man wegen besonders starker
Regenfälle in den Monaten April bis Juni meiden. Relativ trocken sind demgegenüber hier
die Monate August und September. Im Nordosten und in Rio de Janeiro sind
die brasilianischen Sommermonate Dezember bis Februar besonders heiss (bis 42º C). Im Süden
und Teils Südosten sind dagegen die brasilianischen Wintermonate Mai bis August relativ
kalt. Gelegentlich kann es in dieser Zeit hier stellenweise sogar zu Frost und Schneefall
kommen. Die beste Zeit für das Pantanal sind die Monate Mai bis Anfang
September, denn in dieser Trockenzeit drängen sich auf den Landinseln die Tiere und sind
so am leichtesten zu beobachten. In der Regenzeit dagegen überflutet das Hochwasser
alles.
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S
Sicherheit
In letzter Zeit wird in unseren Medien sehr viel von Gewalt und Kriminalität in
brasilianischen Grossstädten berichtet, so dass man den Eindruck bekommen kann, sich dort
überhaupt nicht mehr frei bewegen zu können. Dieser Eindruck ist jedoch
falsch,
wenngleich die Kriminalität, die ihre Ursache oft im sozialen Elend eines Grossteils der
Bevölkerung hat, zweifellos vorhanden ist. Es ist nicht viel schlimmer
als in andere Metropolen weltweit.
Touristen müssen am häufigsten unter
Taschendiebstahl leiden, besonders in
Rio und
São Paulo. In diesem Fall leistet man am besten keinerlei
Gegenwehr und gibt ohne Zögern alles her, was verlangt wird.
Terrorismus,
Bürgerkrieg und gewaltige Naturkatastrophen wie in
vielen Ländern weltweit gibt es in Brasilien nicht.
Einfache Regeln schützen oft vor unangenehmen Überraschungen:
- Wertsachen am besten im Hotelsafe lassen, ebenso wie Reisepass,
Reiseschecks, Flugticket oder grössere Summen von Geld;
- Alternativ kann man, wenn man diese Sachen braucht, sie in einem Geldgurt
direkt am Körper tragen;
- In Rio sollte man auch keine auffälligen Kameras mit in die Stadt nehmen;
- Generell gilt: nur soviel Geld oder Kreditkarten wie nötig
mitnehmen und vor allem keine Wertsachen am Strand dabeihaben. Etwas Geld sollte man
allerdings schon mit sich führen, sonst könnten Diebe unerwartet brutal reagieren.
Abends geht man möglichst in Gruppen bummeln und fährt evtl. mit dem Taxi ins Hotel
zurück. In den grösseren Städten soll man niemals das Gepäck aus den Augen lassen
und, zum Schluss, aus Übervorsicht nicht jedem Menschen gegenüber misstrauisch sein; die
Brasilianer sind sehr fröhliche und hilfsbereite Menschen.
Sprache
Die Landessprache ist Portugiesisch und nicht Spanisch, wie viele Ausländer
normalerweise denken. Und es wird auch ausser in besseren Hotels, Touristeninformationen,
bei Fluglinien oder internationalen Autovermietungen kaum etwas anderes gesprochen. Viele
Leute sprechen ein gutes Englisch, aber klar kann man sie nicht unterwegs erkennen.
Mit Spanisch geht man gut durch. Lernen Sie hier ein wenig Portugiesisch
für die Reise (Elektronisches Wörterbuch auch mit Hörsystem).
Städte
s.
Brasilien im Detail.
Stadtverkehr
Auch der Grossstadtverkehr in Brasilien ist teilweise ein Sicherheitsrisiko.
Selbst wenn die Fussgängerampel grün zeigt, sollte man sich vergewissern, dass
auch tatsächlich alle Autos stehen, bevor man die Strasse überquert. Wenn immer
möglich durch die Fussgängerzone die Strasse überqueren. Diese bedauerliche
Wirklichkeit erlebt man doch nicht in allen Städten Brasiliens. In Brasília z.B. werden
die Fussgängerzonen von den Autofahrern hart beachtet.
Stromspannung
Die Spannung beträgt meist 110, ab und zu auch 220 Volt. Im allgemeinen gibt es
Zweipolsteckdosen, für Rasierapparate ist also kein Adapter nötig, für Föns eventuell
schon. Rio, São Paulo und Belo Horizonte haben meist 110 V, seltener 220 V; Salvador 110
V, Manaus 127 V. In Recife, Brasília und in einer Reihe anderer kleinere Städte beträgt
die Spannung 220 V und ein Adapter ist ev. erforderlich.
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T
Taxis
Es gibt in den brasilianischen Städten wenigstens zwei Arten von Taxis: Die preiswerten
normalen Taxis, die in einer Stadt immer die gleiche Farbe haben, und die teuren
(heutzutage nicht immer) und sicheren Rádio-Taxis, die man telefonisch
anfordern kann. Die normalen Taxis werden vom Strassenrand mit erhobenem Arm
herbei gewunken. Alle Taxi fahren mit Taxameter. Für Tag- (1) sowie für Nacht- und
Feiertagsfahrten (2) werden unterschiedliche Fahrpreise eingestellt.
Wie in den meisten Ländern muss man auch hier darauf achten, nicht zuviel zu
bezahlen. Vor allem die Taxifahrer in Rio versuchen hemmungslos, Touristen auszunehmen.
Und nicht nur die Ausländer! Vor längeren Fahrten sollte man unbedingt einen Festpreis
vereinbaren. Festpreise zahlt man auch an den meisten Flughäfen, wenn man sich vor
Antritt der Fahrt am Taxi-Schalter einen Fahrschein für das gewünschte Ziel besorgt.
Fahrten mit Rádio-Taxis oder Flughafen-Taxis sind kaum billiger als in Mitteleuropa.
Telefon
Brasilien ist mit anderen Ländern durch das internationale Direktwählsystem
verbunden. Vom Hotel aus kostet ein Gespräch viel mehr als auf den Telefonämtern (z.B.
Telefônica in São Paulo und
Telemar in Rio, Belo Horizonte und im Nordosten
Brasiliens). Zudem Embratel im ganzen Land.
Abends nach 9 bis 5 Uhr, samstags nachmittags und sonntags ist das Telefonieren
in der Regel bis zu 50%
billiger. Ins Ausland direkt nach der Schweiz z.B. muss man: 00 (XX)* 41 plus
Telefonnummer. R-Gespräche ins Ausland sind von Telefonämtern möglich,
nach Deutschland gibt es diesen Service allerdings nicht.
Bei R-Gesprächen im Inland muss man vor der Nummer eine 9 wählen. Will man
für Inlandstelefonate öffentliche Telefonzellen benutzen, muss man sich auf der
Post, am Kiosk oder in Bars fichas telefônicas (Telefonmünzen) oder meistens
einen cartão telefônico (Telefonkarte), den es in verschiedenen
Preiskategorien gibt, besorgen.
* 00 (21) mit Embratel, 00 (23) mit Intelig
und 00 (31) mit Telemar.
Toiletten
Öffentliche Toiletten (ausser in Flughäfen und "Rodoviárias"/Busbahnhöfen)
entsprechen meistens nicht westlichen Hygienevorstellungen. Benutzen Sie die
Toilette in einer Bar oder einem Café, sollten Sie auch ein Getränk bestellen.
Trinkgeld
Von ausländischen Touristen werden Trinkgelder in Hotels, Restaurants usw.
erwartet, was angesichts der niedrigen Grundgehälter auch verständlich ist. Brasilianer
geben demgegenüber kaum Trinkgeld; ein Aufrunden des Preises ist aber allgemein üblich.
Die 10% für den Service sind meist schon in der Rechnung enthalten.
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U
Unterkunft
In allen grösseren und in manchen mittleren Städten Brasiliens findet man
Fünf-, Vier- und Drei-Sterne-Hotels, deren Komfort und Service
europäischen Erwartungen entspricht. Neben Hotels gibt es sogenannte Pousadas,
kleinere Pensionen mit familiärer Atmosphäre und günstiger. Motels an
den Ausfallstrassen grösserer Städte sind nicht wie in Europa Hotels an Fernstrassen,
sondern werden stundenweise vermietet.
Hotels
in Brasilien.
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W
Währung
Brasiliens Währungseinheit ist der Real (R$), der in 100 Centavos (c)
unterteilt ist. 1 Dollar = ca. 1,80 Reais (Stand:
Februar 2010). Es gibt Noten von 1, 5, 10, 20, 50
und 100 Reais.
Wirtschaft
China, Brasilien und
Indien sind heute die wichtigsten Schwellenländer.
Sie gelten als zukünftige Riesen der Weltwirtschaft. Brasilien
steht,
mit all seinen Problemen, unter den
zehngrössten Industrieländern weltweit und
verfügt über ein enormes Potential in jeder Hinsicht.
Gemäss Goldmann Sachs soll Brasilien 2030 die fünftgrösste Wirtschaftsnation
der Welt sein.
Siehe auch
Wirtschaft und Mineralien.
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Z
Zeitdifferenz
Innerhalb Brasiliens werden normalerweise drei Zeitzonen unterschieden:
- Zone 1: Regionen Nordosten (z.B. Recife und Salvador), Südosten (z.B. Rio de
Janeiro und Ouro Preto), Süden (z.B. Iguaçu-Wasserfälle und Florianópolis) und fast
Gesamtnorden Brasiliens (Amazonasgebiet). In dieser Zone herrscht die brasilianische
Standardzeit. MEZ - 4 Stunden;
- Zone 2: Region Mittelwesten (z.B. Pantanal), ausser Bundesstaat Goiás und die
Hauptstadt Brasília, und Region Norden zum Teil (z.B. Teil Bundesstaat Amazonas). MEZ - 5
Stunden;
- Zone 3: Region Norden zum Teil (z.B. Bundesstaat Acre und westlicher Zipfel
des Bundesstaates Amazonas). MEZ - 6 Stunden.
Ausserdem bestehen zur brasilianischen Standardzeit 5 Stunden Zeitdifferenz
während der europäischen Sommerzeit. Und während der brasilianischen Sommer- und
Frühlingszeit (Mitte Oktober bis März) wird der Zeitunterschied auf drei Stunden
reduziert. So entspricht 13.00 Uhr in Brasília 16.00 Uhr in Deutschland.
Ferner werden vier Zeitzonen unterschieden:
- Zone 1: Regionen Südosten und
Süden und der Bundesdistrikt;
- Zone 2: Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul (z.B. Pantanal) im
Mittelwesten;
- Zone 3: Regionen Norden und
Nordosten.
- Zone 4: Bundesstaat Acre im Norden.
Zollbestimmungen
Es wird im Flugzeug, bei einer brasilianischen Fluggesellschaft (Varig,
TAM und Gol)
oder von der brasilianischen Regierung informiert (s. oben diplomatische
Vertretungen).
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